Diabetes bei Katzen: Futtertipps und Pflege im Überblick
In den letzten Jahren gibt es Immer mehr Katzen erkranken an Diabetes. Besonders Hauskatzen sind betroffen, wenn sie übergewichtig, älter oder wenig aktiv sind. Anders als Menschen können Katzen nicht direkt mitteilen, dass es ihnen nicht gut geht. Deshalb wird die Krankheit oft erst erkannt, wenn sie bereits fortgeschritten ist.
Heute wollen wir verstehen, was Katzendiabetes ist. Wir wollen wissen, wie die Krankheit entsteht. Wir schauen uns an, welche Faktoren das Risiko erhöhen. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Thema.
1. Was ist Katzendiabetes?
Katzendiabetes (Diabetes mellitus) entsteht, wenn der Körper entweder nicht genug Insulin produziert oder die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren. Die Folge: Glukose bleibt im Blut, anstatt in die Zellen aufgenommen zu werden – der Blutzucker steigt gefährlich an.
Insulin wird in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildet und ist entscheidend für den Zuckerstoffwechsel.
Typische Ursachen:
📉 Zu wenig Insulin (Beta-Zell-Versagen)
🚫 Zellen sprechen nicht auf Insulin an (Insulinresistenz)
Ohne Behandlung kann Katzendiabetes zu Dehydrierung, Elektrolytstörungen, Ketoazidose und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

2. Welche Diabetes-Typen gibt es bei Katzen?
Typ-2-ähnlicher Diabetes (häufigste Form)
Tritt meist bei übergewichtigen, älteren Katzen auf
Insulinresistenz im Vordergrund
Kann in frühen Stadien durch Ernährung allein stabilisiert werden
Typ-1-ähnlicher Diabetes (selten)
Absolute Insulinunterversorgung
Lebenslange Insulintherapie nötig
Oft Folge von chronischer Pankreatitis oder Autoimmunprozessen
📌 Rund 90 % aller Diabetesfälle bei Katzen entsprechen dem Typ-2-Modell – mit guter Prognose bei früher Diagnose und angepasster Ernährung.

3. Wie funktioniert der Zuckerstoffwechsel?
Bei gesunden Katzen:
Nahrung → Kohlenhydrate → Glukose → Blut
Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus
Glukose gelangt in Zellen → Energieversorgung
Bei diabetischen Katzen:
Insulin fehlt oder wirkt nicht
Glukose bleibt im Blut → Hyperglykämie
Zellen „hungern“, trotz hoher Blutzuckerwerte
4. Frühe Anzeichen für Diabetes bei Katzen
Katzen verstecken Schmerzen oder Unwohlsein oft gut. Deshalb ist es wichtig, auf subtile Veränderungen im Verhalten zu achten:
Symptom |
Erklärung |
---|---|
Erhöhter Durst |
Glukose zieht Wasser aus dem Körper → vermehrter Harndrang |
Häufiges Urinieren |
Zucker im Urin wirkt harntreibend |
Gewichtsverlust trotz Appetit |
Energie kann nicht verwertet werden |
Trägheit und Mattigkeit |
Zellenergiemangel durch Insulinmangel |
Stumpfes, verfilztes Fell |
Proteinmangel beeinflusst Fellqualität |
⚠️ Tipp: Auch ohne klare Symptome kann Diabetes vorliegen. Bei Katzen über 7 Jahren empfiehlt sich eine jährliche Blutzucker- oder Urinkontrolle.
5. Welche Katzen sind besonders gefährdet?
Statistische Werte:
Etwa 0,5–1 % aller Katzen entwickeln Diabetes
Bei übergewichtigen Katzen liegt das Risiko bei über 5 %
Risikofaktoren:
Alter: über 7 Jahre
Geschlecht: Kater sind häufiger betroffen
Übergewicht
Bewegungsmangel
Ernährung mit hohem Kohlenhydratanteil
Vorerkrankungen wie Pankreatitis oder Kortisongaben
⚠️ Doch nicht nur übergewichtige Katzen sind betroffen. Auch normalgewichtige Tiere können an Diabetes erkranken – aus verschiedenen Gründen:
Mögliche Ursachen bei normalgewichtigen Katzen:
Genetische Veranlagung
Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Langfristige Gabe von Kortikosteroiden
Höheres Alter
Was du tun kannst:
Verlasse dich nicht nur aufs Gewicht.
Beobachte Verhalten und Energielevel deiner Katze.
Lasse regelmäßig Blutzucker und Urin untersuchen – besonders bei älteren Tieren.

6. Rassen mit erhöhtem Diabetes-Risiko
Rasse |
Wissenschaftliche Begründung |
---|---|
Maine Coon |
Große Körpermasse, wenig Bewegung, neigt zu Übergewicht – gehört zur Risikogruppe. |
Siamkatze |
Studien zeigen genetische Stoffwechselstörungen, insbesondere eine verminderte Insulinsensitivität. |
Burma-Katze |
Australische und britische Studien bestätigen: höchste Diabetesrate unter allen Hauskatzenrassen. |
Britisch Kurzhaar |
Häufige Hauskatze, übergewichtsanfällig, wenig aktiv, mit klarer Tendenz zum metabolischen Syndrom. |
📌 Vorsorge beginnt früh: Gewichtskontrolle & passende Ernährung ab dem Kittenalter.
7. Die Rolle der Ernährung bei Katzendiabetes
Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung – und beginnt am besten mit einem passenden katze-diabetes-futter, das auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Katzen sind obligate Karnivoren – ihr Stoffwechsel ist auf tierische Proteine optimiert. Kohlenhydrate benötigen sie kaum, viele verarbeiten sie sogar schlecht.
❗ Eine zu kohlenhydratreiche Ernährung:
Erhöht Blutzucker
Fördert Insulinresistenz
Verschlimmert Symptome
👉 Mehr dazu: Taurin für die Katze: Essenzielle Aminosäuren im Überblick

Ungeeignet und teils gefährlich:
Süßigkeiten, Kuchen, menschliche Snacks
Trockenfutter mit hohem Getreideanteil
Milchprodukte
Fettiges Fleisch (z. B. Schweinebauch)
Zwiebeln, Knoblauch, rohe Eier
👉 Mehr dazu: Zucker im Katzenfutter: Wie schädlich ist er für Katzen?
8. Wie sieht optimales Diabetes Futter für Katzen aus?
Das richtige Futter ist ein wichtiger Teil der Therapie. Es hilft dabei, den Blutzucker zu stabilisieren. Es unterstützt die Gewichtsregulation. Es versorgt die Katze mit allen wichtigen Nährstoffen.
Ein gutes diabetes futter für katzen ist speziell zusammengesetzt. Es berücksichtigt den veränderten Stoffwechsel bei Diabetes. Es entlastet den Körper und verbessert das Wohlbefinden.
✅ Wichtige Eigenschaften eines geeigneten Futters:
Hoher Anteil an tierischem Eiweiß: Katzen sind Fleischfresser. Sie brauchen tierisches Protein für die Muskeln. Besonders wichtig ist das bei Gewichtsverlust.
Wenig verwertbare Kohlenhydrate (unter 10 %): Zucker und Stärke lassen den Blutzucker steigen. Das belastet den Körper. Deshalb sollte der Kohlenhydratanteil so niedrig wie möglich sein.
Ballaststoffe zur Blutzuckerkontrolle: Lösliche Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme. Sie sorgen für stabile Werte. Gleichzeitig fördern sie die Verdauung.
Wenig Fett: Viele diabetische Katzen sind übergewichtig. Weniger Fett hilft beim Abnehmen. So wird die Insulinempfindlichkeit verbessert.
❌ Auf diese Inhaltsstoffe solltest du verzichten:
Zucker und künstliche Zusatzstoffe: Zucker hat im Futternapf nichts verloren. Auch versteckter Zucker in Soßen oder Gels ist problematisch.
Getreide: Mais, Reis und Weizen liefern viele Kohlenhydrate. Sie sind ungeeignet für Katzen mit Diabetes.
Unklare Zutatenangaben: Vage Begriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ sagen wenig aus. Achte auf genaue Deklarationen. So weißt du, was drin ist.
9. Fazit
Diabetes ist keine Todesdiagnose. Mit einem gut abgestimmten diabetes futter für katzen, regelmäßiger Betreuung und viel Liebe kannst du deinem Vierbeiner ein gesundes Leben ermöglichen.
Was zählt:
Artgerechte Ernährung mit Fokus auf Eiweiß und wenig Kohlenhydraten
Gewicht und Aktivität im Blick behalten
Enge Zusammenarbeit mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker
Deine Aufmerksamkeit und dein Wissen sind das größte Geschenk, das du deiner Katze machen kannst.
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