Zucker im Katzenfutter: Wie schädlich ist er für Katzen?
Dürfen Katzen Zucker essen? Warum das keine gute Idee ist
Katzen: Reine Fleischfresser
Historisch gesehen hatten Katzen wenig Bedarf an Zucker. Wissenschaftler, die die Nährstoffzusammensetzung von Mäusen analysierten, stellten fest, dass sie nur geringe Mengen an Kohlenhydraten in Form von Einfach- und Mehrfachzuckern enthalten. Der überwiegende Teil der Mäusenährung besteht aus Proteinen, Fetten und Wasser.

Katzen sind in ihrer biologischen Ernährung reine Fleischfresser, ebenso wie Tiger, Löwen und viele andere Arten. Im Gegensatz zu Hunden, die Allesfresser sind, besteht die Nahrung von Katzen fast ausschließlich aus Fleisch.
Katzen können Zucker nicht schmecken
Unsere Katzen haben zwischen 400 und 500 Geschmacksrezeptoren auf der Oberseite ihrer Zunge. Leider können sie aber keine Süße wahrnehmen. Diese Rezeptoren helfen den Katzen vor allem dabei, frisches Fleisch zu erkennen. So können sie in der Wildnis zwischen frischem und verdorbenem Fleisch unterscheiden.
Katzen reagieren auch sehr empfindlich auf Bitterkeit, was ihnen hilft, die Aufnahme potenziell schädlicher Substanzen zu vermeiden. Die Umami-Rezeptoren von Katzen sorgen auch dafür, dass unsere Samtpfoten sowohl Hühnchen als auch Fisch sehr mögen.
Katzen können Zucker nicht gut verdauen
Unsere lieben Katzen sind auch physiologisch nicht in der Lage, Zucker zu verarbeiten. Ihr Speichel enthält leider keine Amylase. Das ist ein Enzym, das Stärke und Zucker in der Nahrung in kleinere Moleküle aufspaltet, die der Körper leichter aufnehmen kann.
Katzen sind reine Fleischfresser und haben daher nicht die Enzyme, um große Mengen an Kohlenhydraten zu verarbeiten. Daher kann eine übermäßige Zuckeraufnahme durch Katzen nicht effektiv verstoffwechselt werden und wird leicht in Fett umgewandelt.
Wie schadet Zucker der Gesundheit von Katzen?
Zwar kann Zucker Katzen schnell Energie liefern, er kann jedoch auch eine Reihe von Gesundheitsproblemen verursachen. Zunächst kann eine übermäßige Zuckeraufnahme zu Übergewicht führen. Der Körper von Katzen kann Zucker im Katzenfutter nämlich nicht so gut verstoffwechseln. Deshalb speichert er den Zucker als Fett, wodurch die Katze zunimmt. Das macht die Katze weniger beweglich und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Gelenkprobleme.
Katzen haben kurze Därme und, wie bereits erwähnt, keine Amylase in ihrem Speichel oder Darm. Dieser unverdaute Zucker passiert schnell den Darm und verursacht Probleme wie Verdauungsstörungen, Blähungen oder Durchfall.

Der langfristige Verzehr von zuckerreichen Lebensmitteln kann auch zu Diabetes führen.Das ist bei Menschen genauso. Wenn Katzen zu viel Zucker fressen, kann das zu einer Insulinresistenz führen, die wiederum Diabetes auslösen kann. Diese Krankheit kann bei Katzen chronisch werden. Dann muss die Katze ihr ganzes Leben lang behandelt werden. Die Krankheit kann die Lebensqualität der Katze stark einschränken.
Außerdem wirkt sich Zucker negativ auf die Zahngesundheit von Katzen aus. Zu viel Zucker kann zur Bildung von Zahnbelag und Zahnstein führen. Und das kann wiederum zu Zahnfleischentzündungen und anderen Zahnproblemen führen.
Was gehört in ein gesundes Katzenfutter ?
Jetzt wisst ihr, warum Katzen bei der Auswahl von Katzenfutter Zucker vermeiden sollten. Natürlich sollten Katzen neben Zucker auch Gluten, Stärke, Farbstoffe Gelatine und Konservierungsstoffen nicht zu sich nehmen.
Eine nahrhafte Katzennahrung sollte auf hochwertigem tierischem Eiweiß basieren. Außerdem sind die richtige Menge an Fett und sauberes Wasser ebenfalls wichtige Faktoren für die Gesundheit einer Katze.
Danke, dass du bis hierhin gelesen hast – das bedeutet uns echt viel! Wir hoffen, du konntest was mitnehmen und vielleicht freut sich auch deine Katze schon auf ein kleines Extra. Bis bald und ganz viele Schnurrgrüße!
Übrigens
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